IST Situation

Pankow im Berlin Tourismus

Einordnung der Pankower Gäste im Berlin-Tourismus

Basierend auf den verfügbaren Daten für das Jahr 1. Quartal 2024 lässt sich feststellen, dass der Bezirk Pankow folgende Gästezahlen verzeichnete:

Gäste: 127.284, Übernachtungen: 339.233. Durchschnittlich blieb ein Gast 2,7 Tage. Angeführt wird die Statistik von Berlin Mitte. 5 ,5 Mio Gäste schlagen hier auf, wovon 2,3 Mio aus dem Ausland kommen.

(Quelle: Statistische Bibliothek)

Mit der Gesamtzahl an Gästen 700.000 im Jahr 2023 liegt Pankow im oberen Mittelfeld der Berliner Bezirke. Rund 300.000 der Gäste kamen aus dem Ausland, was etwa 43% der Gesamtgäste entspricht.

Schaut man sich die Besucheranzahl im oberen Bereich an, handelt es sich ausschließlich um Zentrumslagen. Das lässt den eindeutigen Schluss zu, dass das Zentrum für Besucher Dreh- und Angelpunkt des Besuchs ist.

Pankow bietet eine Mischung aus urbanem Flair und grünen Oasen. Wichtige touristische Attraktionen sind:

  • Gegend um Kastanienallee: Kulturbrauerei, Shopping
  • Schloss Schönhausen: Ein barockes Schloss mit DDR-Geschichte mit historischem Park.
  • Mauerpark im Prenzlauer Berg: Beliebt für den Flohmarkt und Open-Air-Veranstaltungen.

 

Wir selbst stellen uns die Frage nach anderen Bezirken innerhalb Pankows. Buch, Weißensee. Dass die Orte auch Besucher ziehen, auch Tagesgäste, steht außer Frage. POIs dieser Bezirke müssen flächendeckend mit abgebildet werden in Portalen und im Marketing. Es wäre aber falsch, jeden POI gleichrangig darzustellen, wenn er nicht die touristische Aufmerksamkeit genießt. Strategie  – passend zur Satzung – muss es sein, die Zugpferde zu bewerben, die auch nachweislich in Portalen gesucht werden, um weniger berühmte Spots mitzuziehen. (Mitnahmeeffekt)

Vergleich mit anderen Bezirken

 

  • Mitte: Mit 5,5 Millionen Gästen ist Mitte der führende Bezirk, was auf Sehenswürdigkeiten wie das Brandenburger Tor und die Museumsinsel zurückzuführen ist.​ 
  • Charlottenburg-Wilmersdorf: Rund 2,8 Millionen Gäste, angezogen durch den Kurfürstendamm und das Schloss Charlottenburg.​
  • Friedrichshain-Kreuzberg: Mit 1,8 Millionen Gästen, bekannt für das Nachtleben und die East Side Gallery.

 

Wer sind die Besucher genau

Laut Statistiken und touristischen Berichten setzt sich die Besucherstruktur in Pankow folgendermaßen zusammen:

  1. Internationale Touristen (~43%)
    • Besonders aus Europa (UK, Frankreich, Italien, Spanien, Skandinavien).
    • Auch viele Gäste aus den USA und Asien, die Berlin als Ganzes erkunden.
    • Angezogen durch die alternative Szene, Kultur-Events und grüne Viertel.
  1. Inländische Touristen (~57%) 
  • Häufig aus Süddeutschland, NRW oder Hamburg. 
  • Städtetouristen, die Berlin jenseits der klassischen Hotspots entdecken wollen.
  • Familien, die ruhigere Ecken der Hauptstadt bevorzugen
  • Familien-, Freunde-, Bekanntenbesuche. 

 

Was ist die Grundmotivation für die Wahl des Bezirks?

Der Bezirk Mitte ist das historische und kulturelle Zentrum Berlins, in dem zahlreiche bedeutende Sehenswürdigkeiten wie das Brandenburger Tor, die Museumsinsel und der Alexanderplatz liegen. Diese Attraktionen ziehen jährlich Millionen von Touristen an.

Obwohl es keine spezifischen Statistiken gibt, die explizit angeben, dass Touristen die Nähe zu Mitte als entscheidenden Faktor bei der Wahl ihrer Unterkunft nennen, lässt sich aus der hohen Anzahl der Übernachtungen in Mitte schließen, dass die zentrale Lage für viele Besucher attraktiv ist. Laut Daten aus dem Jahr 2023 verzeichnete der Bezirk Mitte allein 5,5 Millionen Ankünfte und mehr als 13 Millionen Übernachtungen (statistik-berlin-brandenburg.de).

Darüber hinaus betonen viele Hotelbuchungsportale die zentrale Lage ihrer Unterkünfte in Berlin, insbesondere in Stadtteilen wie Mitte, um Gästen den einfachen Zugang zu den Hauptattraktionen der Stadt zu ermöglichen (Urlaubsguru).

Zudem zeigen branchennahe Hotelportale, Reisereporter und Reiseblogs, dass sich Besucher bei ihrer Unterkunfts- und Stadtteilwahl nicht an den offiziellen Bezirksgrenzen, sondern an bekannten „Kiezen“ wie Kreuzberg, Friedrichshain, Prenzlauer Berg oder Mitte orientieren. Diese Viertel werden regelmäßig als die „coolsten Stadtteile“ für einen Städtetrip angeführt, da sie jeweils für ein eigenes Lebensgefühl mit Cafés, Bars, kulturellen Angeboten und Szene-Charakter stehen.

 

Zusammenfassend kann gesagt werden, dass die zentrale Lage in der Nähe von Mitte für viele Touristen ein wichtiger Faktor bei der Wahl ihrer Unterkunft ist, und dass darüber hinaus die Orientierung an populären Stadtteilen (nicht an Verwaltungsbezirken) das gängige Muster in Hotelportalen und Reiseführern widerspiegelt.

Was machen Touristen in Berlin und speziell in Pankow? Laut Qualitätsmonitor

Berlin zieht jedes Jahr Millionen von Besuchern aus aller Welt an, die die Stadt aus ganz unterschiedlichen Gründen bereisen. Die aktuelle Auswertung des Qualitätsmonitors Deutschland-Tourismus zeigt, dass die Hauptreisegründe für Berlin-Besucher Sehenswürdigkeiten (63 %), das Kunst- und Kulturangebot (61 %) sowie die Vielfalt und Qualität des Angebots (53 %) sind. 

Auch die Geschichte der Stadt, die Architektur und das gastronomische Angebot spielen eine große Rolle.

Ein Blick auf die Mobilfunkdaten zeigt, dass Pankow, insbesondere Prenzlauer Berg, ebenfalls ein stark frequentierter Stadtteil ist. Zu den meistbesuchten Orten gehören die Schönhauser Allee, die Kulturbrauerei und der Mauerpark.

Dabei machen Einheimische den größten Anteil aus, gefolgt von Pendlern, Tagestouristen und internationalen Übernachtungsgästen. Der Anteil internationaler Besucher ist mit rund 2,4 % an der Schönhauser Allee und 2,7 % an der Kulturbrauerei zwar niedriger als in den zentralen Bezirken, doch Pankow profitiert dank des Prenzlauer Bergs von seinem Ruf als Szene- und Kulturviertel. Das muss man klar herausstellen, dass niemand Pankow als Szeneviertel bezeichnet, sehr wohl aber den Prenzlauer Berg.

Die Hauptaktivitäten der Touristen in Berlin umfassen vor allem Spaziergänge, Museumsbesuche, Stadtführungen, Gastronomie und Shopping.

Während ausländische Gäste besonders an den klassischen Sehenswürdigkeiten interessiert sind, entdecken inländische Besucher verstärkt die kulinarische Vielfalt, das Nachtleben und lokale Veranstaltungen. Der Mauerpark mit seinem beliebten Flohmarkt und dem Open-Air-Karaoke ist ein Beispiel für eine Attraktion, die sowohl Touristen als auch Einheimische anzieht.

Welche Erkenntnisse lassen sich daraus für das Tourismusmarketing in Pankow ableiten?

  1. Kultur & Szene als Magnet

    Die Kulturbrauerei mit ihrem vielfältigen Kulturprogramm sowie der Mauerpark als Treffpunkt für Berliner und Touristen sind Schlüsselorte für den Bezirk. Auch der Kollwitzplatz, der Helmholtzplatz sowie die belebten Geschäftsstraßen rund um die Kastanienallee und Oderberger Straße zählen zu den prägenden Orten im Stadtteil. Veranstaltungen, Märkte und Erlebnistouren könnten noch stärker beworben werden – beispielhaft an diesen beliebten Standorten.

  2. Nachhaltiger Tourismus & alternative Routen

    Da sich die Mehrheit der Besucher online über Reiseangebote informiert und das Thema Nachhaltigkeit zunehmend an Bedeutung gewinnt, könnten grüne Stadttouren, Rad- und Wanderrouten durch Pankow als attraktive Alternative zu den überlaufenen Berliner Hotspots gezielter vermarktet werden. Der Bezirk bietet mit seinen weitläufigen Grünflächen, Parks, Gärten und Naherholungsgebieten ideale Voraussetzungen für naturnahe Erlebnisse – direkt in der Stadt und gut erreichbar für Berliner:innen wie auch Tourist:innen.

    Gleichzeitig steht Pankow vor der Herausforderung, diesen Erholungswert langfristig zu sichern: Rund ein Drittel der 22 neuen Berliner Stadtquartiere soll im Pankower Norden entstehen – und damit in einem Gebiet, das bislang durch landschaftliche Qualität und ruhige Stadtrandlage besticht. Diese Entwicklungen machen eine strategische Positionierung als grüner Bezirk besonders dringlich – nicht zuletzt auch im Wettbewerb mit naturnahen Angeboten im Umland.

    Nachhaltiger Tourismus gewinnt zudem messbar an Relevanz: Laut Umweltbundesamt wünschen sich im Jahr 2024 etwa 49 % der Deutschen ökologisch verträgliche Urlaubsreisen, was einem Anstieg von sieben Prozentpunkten gegenüber 2019 entspricht. 61 % der Befragten legen zudem Wert auf sozialverträgliches Reisen. Gleichzeitig zeigt sich aber eine deutliche Diskrepanz zwischen Anspruch und Wirklichkeit: Viele Reisende möchten nachhaltiger reisen, setzen dies aber bislang nur selten konsequent um. Ein wesentlicher Hinderungsgrund könnten höhere Kosten sein – obwohl fast 60 % der Reisenden grundsätzlich bereit wären, mehr für nachhaltige Angebote zu zahlen (Quelle: Umweltbundesamt).

    Berlin bewirbt bereits aktiv nachhaltige Tagungsangebote, u. a. mit dem Programm „Sustainable Tourism“ und einer Plattform für zertifizierte Veranstaltungsorte (visitBerlin.de). Für kleinere Pankower Betriebe ist die Teilnahme jedoch oft mit erheblichem Aufwand verbunden – sowohl organisatorisch als auch personell. Eine gesicherte Bewertung der Wirtschaftlichkeit solcher Zertifizierungen liegt bislang nicht vor.

    Trotzdem zeigt sich: Eine klare Kommunikation naturnaher und nachhaltiger Angebote kann auch ohne formale Zertifizierung Wirkung entfalten. So wirbt etwa Treptow-Köpenick erfolgreich mit Wasserlagen, Waldgebieten und entschleunigten Stadterlebnissen – und erzielt damit hohe Resonanz bei Berliner Tagesgästen wie auch bei touristischen Zielgruppen.

     

    Auch Pankow hat das Potenzial, sich als grüne Stadtoase zu positionieren – mit kurzen Wegen, urbanem Komfort, authentischem Kiezleben und direktem Zugang zur Natur. Eine frühzeitige, strategische Positionierung kann nicht nur das touristische Profil des Bezirks schärfen, sondern auch langfristig nachhaltige Wertschöpfung und Akteursbindung ermöglichen.

  3. Digitale Informationskanäle nutzen

    Die meisten Berlin-Besucher recherchieren vorab online. Eine stärkere Präsenz auf Google Maps, Instagram, Komoot oder Outdoor-Plattformen kann helfen, Pankow als lohnendes Ziel für eine bestimmte Zielgruppe sichtbarer zu machen.

    Das kann von einem Tousristikdienstleister (zum Beispiel TIC) gezielt übernommen werden. Orientierung gibt hier die wirklich gute Informationslage auf der Website. Hier lohnt sich ein 1:1 Vergleich. Dieser Prozess benötigt Personalkapazitäten, da in der Regel bei jedem Eintrag der POI Inhaber verständigt werden muss, oft inklusive Korrespondenz an Google. Ein Thema, das viel Fleißarbeit mit sich bringt.

FAZIT

Für die zukünftige Werbestrategie sollte man für Pankow die Zentrumsnähe in den Fokus stellen mit dem Glück, im charmanten Prenzlauer Berg Gast sein zu können.
Pankow profitiert von seinem Image als kreativer und kulturell geprägter Bezirk.

Berlin-Besucher insgesamt stark auf klassische Sehenswürdigkeiten und Kultur setzen, suchen sie in Pankow eher nach authentischen Stadtviertelerlebnissen. Eine gezieltere Bewerbung der Gastronomie, Kultur- und Outdoor-Angebote sowie eine verstärkte digitale Sichtbarkeit könnten dazu beitragen, den Bezirk noch attraktiver für Touristen zu machen. Ziel muss es sein, dass Touristen während des Aufenthalts entdecken, dass Pankow eine spannende Alternative zur City bietet. Die Werbestrategie sollte gezielt darauf ausgerichtet sein, Touristen bereits vor ihrem Aufenthalt aktiv über die besonderen Erlebnisse in Pankow zu informieren und sie durch spezifische Angebote wie geführte Touren, digitale Routen und maßgeschneiderte Erlebnisse gezielt in die Vielfalt des Bezirks einzubinden.

Das unterstreicht das o.g. „Grundproblem“: Prenzlauer Berg ist nicht die Alternative zur City, sondern noch Teil der Innenstadt. Der Ortsteil Pankow und nördlicher werden nicht mehr als City wahrgenommen. Das sich der Großteil der Tourismusbranchen im Bezirk im Ortsteil Prenzlauer Berg befinden, ist die cityferne Wahrnehmung”Pankow”  für sie unattraktiv d.h. nachteilig. Benötigt die Tourismusbranche, die sich an Berlin, günstigenfalls am Stadtteil orientiert, eine Zwischenebene Verwaltungsbezirk und wie ist es ihr zu vermitteln. Vertraglich vereinbart wurde eben auch deshalb, wie sich die Positionierung Pankows im Verhältnis zu den einzelnen Stadt[Orts]teilen und der übergeordneten Marke Berlins darstellt. Im Tourismuskonzept 2018+ wurde für den Bezirk Pankow aufgrund der Unterschiedlichkeit die Führung zweier Marken-  “Prenzlauer Berg” und “Pankow” – unter der Marke “Berlin” empfohlen.

Der Prenzlauer Berg ist von Hause aus eine eigene Marke und wird es auch bleiben. Zwei touristische Marken prallel zu führen, ist aber falsch. Der Begriff Pankow wird sich wegen der strukturellen Änderungen deutlich mehr ins Berlinbild einkategorisieren. Touristisch kann man hier nur die Empfehlung geben: Die Dachmarke Pankow mit dem Prenzlauer Berg zu verknüpfen.

Satzung des Tourismusvereins vs. Fokussierung?

Satzung des Tourismusvereins vs. Fokussierung?

Die Satzung des Tourismusvereins legt klar fest, dass mit ihm zum Ausbau der Ortsteile entsprechend ihrer touristischen Bedeutung beigetragen werden soll und  dass der Bezirk Pankow und seine Ortsteile touristisch präsentiert werden sollen. Gleichzeitig setzt eine Dachmarke mit einer klaren Fokussierung auf bestimmte touristische Schwerpunkte strategische Akzente. Um diese beiden Ansätze miteinander in Einklang zu bringen, ist es wichtig, eine ausgewogene Balance zwischen der übergeordneten Markenstrategie und der Einbindung aller Ortsteile entsprechend ihrer touristischen Bedeutung zu finden.

Ein möglicher Weg besteht darin, die Dachmarke als übergreifendes Konzept zu nutzen, das die Vielfalt der einzelnen Ortsteile entsprechend ihrer touristischen Bedeutung sichtbar macht. Dies kann durch 

  • gezielte Kommunikationsmaßnahmen, 
  • thematische Kampagnen und 
  • differenzierte Angebotsentwicklungen erreicht werden. 

Während einige Ortsteile stärker auf bestimmte touristische Zielgruppen ausgerichtet sind – beispielsweise Prenzlauer Berg mit seinem urbanen Flair oder Weißensee mit seinen kreativen und kulturellen Angeboten – können andere durch gezielte Marketingmaßnahmen in ihrer Einzigartigkeit hervorgehoben werden.

Entscheidend ist dabei eine integrative Strategie, die sicherstellt, dass alle Ortsteile unter der Dachmarke sichtbar sind und von deren Strahlkraft profitieren. Die nördlichen Ortsteile profitieren von der Strahlkraft des Prenzlauer Bergs – die Besucherströme verlaufen weiterhin von Süd nach Nord, sichtbar z.B. an Hotelgästezahlen oder den Mobilfunkdaten. Dies kann durch eine 

  • diversifizierte Darstellung auf digitalen Plattformen, 
  • gemeinsame Veranstaltungen oder
  • thematische Routen geschehen, die die einzelnen Stadtteile miteinander verknüpfen. 

So bleibt die Marke fokussiert und gleichzeitig werden die Interessen aller Ortsteile gewahrt, was sowohl der touristischen Gesamtstrategie als auch der Satzung des Vereins gerecht wird. Die Satzungsänderung mit dem heutigen Vereinsnamen wurde geschaffen, damit der vormalige Berlin PRO Prenzlauer Berg e.V. besser den Gesamtbezirk touristisch präsentieren konnte.

Touristische Infrastruktur in Berlin-Pankow (Stand: Februar 2025)

1. Bettenangebot & Betriebe (offizielle Beherbergungsstätten)

Laut dem Amt für Statistik Berlin-Brandenburg gibt es im Bezirk Pankow:

  • 54 geöffnete Beherbergungsbetriebe
  • 5.372 Gästebetten (Februar 2025)
  • Durchschnittliche Bettenauslastung: 45,9 %
Bezirk Betriebe Bettenangebot Ø Bettenauslastung
Pankow 54 5.372 45,9 %

2. Gäste & Übernachtungen

Bezirk Gäste (Jan–Feb 2025) Übernachtungen Ø Aufenthaltsdauer
Pankow 57.610 146.466 2,5 Tage

3. Geschätzte Verteilung der Unterkunftsarten im Bezirk Pankow

Diese Zahlen basieren auf amtlichen Daten und struktureller Einordnung des Bezirks:

Unterkunftsart geschätzte Anzahl Betriebe geschätzte Bettenanzahl Anteil an Gesamtbetten Bemerkung
Hotels (inkl. Garnis) ca. 20 2.000–2.200 38–41 % v.a. Prenzlauer Berg
Pensionen & Gästehäuser 10–12 700–800 13–15 % z. B. Weißensee, Alt-Pankow
Hostels / Jugendherbergen 5–6 900–1.000 16–18 % v.a. für junge Reisende
Ferienwohnungen (gewerblich) 15–18 1.100–1.300 20–24 % v.a. in Prenzlauer Berg
Sonderformen (Reha, Schulung) 1–2 ca. 200 3–4 % Randlagen

Nicht-gewerbliche Angebote (Airbnb etc.)

Kategorie geschätzte Anzahl Angebote geschätzte Betten Verbreitung
Airbnb (privat) 400–600 800–1.200 v.a. Prenzlauer Berg
Temporäre Privatvermietung 100–200 200–300 vereinzelt im ganzen Bezirk

Gesamtkapazität (geschätzt): ca. 6.500–6.900 Betten inkl. nicht-gewerblicher Angebote

Geschätzte Aufschlüsselung der Unterkunftsarten in Pankow (2025)

Die folgende Einschätzung basiert auf den amtlichen Daten des Statistischen Amts Berlin-Brandenburg (Februar 2025), ergänzt um Erkenntnisse aus früheren Tourismuskonzepten und die strukturellen Eigenschaften des Bezirks Pankow.

Ausgangspunkt:

  • 54 geöffnete Beherbergungsbetriebe mit 5.372 Betten (Stand: Februar 2025)
  • Erfasst sind alle gewerblichen Beherbergungsformen (Hotels, Pensionen, Hostels, Jugendherbergen, Ferienwohnungen etc.)
  • Private Angebote wie Airbnb sind nicht in der offiziellen Statistik enthalten

Hotels und Hotel garnis

  • Schätzung: ca. 20 Betriebe mit 2.000–2.200 Betten (38–41 %)
  • In Berlin machen Hotels etwa 50 % der gewerblichen Betten aus – in Pankow wegen weniger Hotelneubauten etwas weniger
  • Konzentration v.a. entlang Schönhauser Allee, Prenzlauer Allee, Greifswalder Straße
  • Meist kleine bis mittlere Häuser; kaum Großhotels

Hostels / Jugendherbergen

  • Schätzung: ca. 5–6 Betriebe mit 900–1.000 Betten (16–18 %)
  • Typische Zielgruppe: junge Reisende, Gruppen, Backpacker
  • Starke Präsenz in Prenzlauer Berg mit bekannten Häusern wie Pfefferbett Hostel oder EastSeven
  • Hostels bieten hohe Bettenanzahl trotz geringerer Betriebszahl

Pensionen & Gästehäuser

  • Schätzung: ca. 10–12 Betriebe mit 700–800 Betten (13–15 %)
  • Kleinere Häuser mit meist 10–30 Betten
  • Verbreitet in Weißensee, Alt-Pankow, Niederschönhausen
  • Typisch für ältere Wohnlagen mit wenig Hotel-Investitionen

Gewerbliche Ferienwohnungen / -häuser

  • Schätzung: ca. 15–18 Einheiten mit 1.100–1.300 Betten (20–24 %)
  • Überdurchschnittlich häufig in Prenzlauer Berg, auch zunehmend in Weißensee
  • Hohe Aufenthaltsdauer (Ø >3 Tage), daher für Besucher mit mittlerem Budget attraktiv
  • Vermietung über Agenturen oder Portale wie Fewo-direkt

Sonderformen (Reha-, Schulungs- oder Erholungsheime)

  • Schätzung: ca. 1–2 Einrichtungen mit ca. 200 Betten (3–4 %)
  • Gelegen in Randlagen oder ruhigen Ortsteilen (z. B. Französisch Buchholz)
  • Längere Aufenthaltsdauer (6–7 Tage), oft mit spezifischem Zweck (Schulung, Vorsorge etc.)

Nicht-gewerbliche Angebote (z. B. Airbnb)

  • Schätzung: 400–600 Angebote mit 800–1.200 Betten
  • Hohe Dichte v.a. in Prenzlauer Berg – dort wurden 2018 bereits >500 Inserate gezählt
  • Trotz Zweckentfremdungsverbot bleibt Angebot stabil, da viele genehmigte Einträge
  • Schätzweise 15–20 % aller Übernachtungskapazitäten in Pankow entfallen auf diese Form

Zusammenfassung (geschätzt)

Unterkunftsform geschätzte Betriebe geschätzte Betten Anteil am Gesamtvolumen
Hotels & Hotel garnis ca. 20 2.000–2.200 38–41 %
Hostels / Jugendherbergen 5–6 900–1.000 16–18 %
Pensionen / Gästehäuser 10–12 700–800 13–15 %
Ferienwohnungen (gewerblich) 15–18 1.100–1.300 20–24 %
Sonderformen 1–2 ca. 200 3–4 %
Nicht-gewerblich (Airbnb etc.) 400–600 800–1.200 15–20 % (inoffiziell)

Gesamtkapazität (geschätzt, inkl. privat): 6.500–6.900 Betten

Historische Bedeutung der Ortsteile für den Tourismus heute.

Es liegen nur begrenzt spezifische Besucherzahlen für einzelne touristische und geschichtsträchtige Orte im Berliner Bezirk Pankow vor. Allgemeine Daten zur touristischen Entwicklung in Berlin und Pankow sind jedoch verfügbar.​

 

Fazit

Allgemeine Tourismusentwicklung in Pankow:

Der Tourismus in Pankow wird vermutlich vom Berlin Trend in den letzten Jahren profitiert haben.

Obwohl spezifische Daten für Pankow begrenzt sind, zeigt die allgemeine Entwicklung in Berlin einen positiven Trend. Im Jahr 2024 wurden in Berlin 12,7 Millionen Gäste mit 30,6 Millionen Übernachtungen verzeichnet, was einem Anstieg von 5,2 % bei den Besucherzahlen und 3,4 % bei den Übernachtungen im Vergleich zu 2023 entspricht.

​Die Zahlen müssten ggf. durchs TIC und neue Quellen für Pankow verdichtet werden, es war nicht möglich eine Pankow-Statistik mit einer historischen Entwicklung zu erhalten.

Führende Hotels und Buchungsportale können mehr Aufschluss geben. Sowohl von Booking Com, als auch AIR BNB haben wir keine Datenlage erhalten. Dem sollte gezielt im  Netzwerkmarketing nachgegangen werden.

Kommunikation zurzeit

Webpräsenzen

Die Website pankow-weissensee-prenzlauerberg.berlin dient als umfassendes Informationsportal für Touristen und Einheimische, die den Berliner Bezirk Pankow mit all seinen 13 Ortsteilen erkunden möchten. Sie erfüllt mehrere zentrale touristische Ziele:​

Bereitstellung detaillierter Informationen zu Sehenswürdigkeiten und kulturellen Einrichtungen:

Die Website bietet ausführliche Beschreibungen historischer und kultureller Orte im gesamten Bezirk mit all seinen Ortsteilen. Beispiele hierfür sind das Schloss Schönhausen, die Kulturbrauerei und das Zeiss-Großplanetarium, die jeweils mit ihrer Geschichte und aktuellen Nutzung vorgestellt werden.​

Auch die anderen – teilweise entfernten – Ortsteile mit ihren weniger bekannten Geschichten und Sehenswürdigkeiten werden auf der Webseite präsentiert.

Diese Sehenswürdigkeiten profitieren vom Mitnahmeeffekt.

 

Veranstaltungskalender

Ein aktueller Veranstaltungskalender informiert über kulturelle Events, Ausstellungen, Konzerte und Feste in den verschiedenen Ortsteilen. Dies ermöglicht Besuchern, ihren Aufenthalt entsprechend zu planen und an lokalen Ereignissen teilzunehmen.​

Derzeit erfolgt die Darstellung der Events über einen extern eingebundenen Eventkalender von VisitBerlin. Die Dateneingabe in den Kalender erfolgt durch Mitarbeiter des TIC oder eigenständig durch die Veranstalter. Eine Schnittstelle zu den großen Plattformen wie Berliner Bühnen u.a. ist über visitBerlin gewährleistet. Die Veranstaltungen, die auf der Webseite erscheinen, sind mit einem Filter auf die Postleitzahlen des Bezirkes Pankow beschränkt, so dass nur lokale Ereignisse angezeigt werden. Durch die Betreuung und Zulieferung durch den externen Partner visitBerlin ist die Einsicht von Statistiken nur sehr eingeschränkt möglich.

Touristische Angebote und Routenvorschläge:

Die Website stellt verschiedene thematische Routen und Tourenvorschläge bereit, die Besucher durch die unterschiedlichen Ortsteile führen. Beispielsweise gibt es Empfehlungen für architektonische Spaziergänge durch den Prenzlauer Berg oder naturbezogene Ausflüge zum Weißen See in Weißensee, thematische Touren wie die Filmgeschichten, Sportgeschichte oder auch die Touren zu den Dorfkernen von Blankenfelde, Französische Buchholz und anderen.

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Informationen zu Gastronomie und Unterkunft:

Besucher finden auf der Website Hinweise zu gastronomischen Einrichtungen in einer eigenen Rubrik (Essen und Trinken), von traditionellen Berliner Lokalen bis hin zu internationalen Restaurants. Die Suche wird erleichtert durch eine Unterteilung in die drei ehemaligen Altbezirke und bevölkerungsreichsten großen Ortsteile Pankow – Prenzlauer Berg – Weißensee. 
Zudem werden Übernachtungsmöglichkeiten in den verschiedenen Ortsteilen vorgestellt, um Touristen bei der Planung ihres Aufenthalts zu unterstützen.​

Eine Buchung von Zimmern  ist derzeit nicht über die Webseite möglich. Das ist ein entscheidendes Defizit, was unbedingt strategisch mitgedacht werden muss. Siehe Maßnahmen.

Serviceangebote

Die Website bietet praktische Informationen wie Anfahrtsbeschreibungen, Öffnungszeiten von Sehenswürdigkeiten und Kontaktmöglichkeiten zu Tourist-Informationen. Dies erleichtert die Reiseplanung und den Aufenthalt vor Ort erheblich.​

Durch diese vielfältigen Angebote trägt die Website maßgeblich dazu bei, den Tourismus im Bezirk Pankow zu fördern und Besuchern einen umfassenden Überblick über die kulturellen und historischen Highlights der Region zu bieten.

Verwendete Webtechnologie und Zukunftsfähigkeit:

 

Die Website pankow-weissensee-prenzlauerberg.berlin wurde mit Drupal entwickelt, einem leistungsfähigen und weit verbreiteten Content-Management-System (CMS), das insbesondere für größere, inhaltsreiche und skalierbare Webseiten eingesetzt wird. Drupal bietet eine hohe Flexibilität, umfangreiche Anpassungsmöglichkeiten und eine starke Community-Unterstützung, was die Zukunftsfähigkeit der Website grundsätzlich sichert.

Drupal ist ein Open-Source-CMS, das sich besonders für Webseiten mit vielen Inhaltsseiten, Benutzerrollen und mehrsprachigen Inhalten eignet. Die Nutzung dieses Systems hat mehrere Vorteile:

  • Skalierbarkeit: Drupal eignet sich gut für wachsende Webprojekte mit vielen Inhalten und Nutzern.
  • Sicherheit: Es wird regelmäßig aktualisiert und bietet starke Sicherheitsmechanismen.
  • Modularität: Durch Module und Erweiterungen kann die Website flexibel angepasst und erweitert werden.
  • Mehrsprachigkeit: Drupal ist optimal für mehrsprachige Websites, was im touristischen Kontext wichtig ist.
  • Responsive Design: Die Website passt sich verschiedenen Endgeräten an, was für mobile Nutzer entscheidend ist.

Allerdings hat Drupal auch einige Herausforderungen:

  • Komplexität: Die Wartung und Weiterentwicklung erfordert erfahrene Entwickler, da Drupal nicht so einfach wie z. B. WordPress zu bedienen ist.
  • Performance: Ohne optimierte Caching- und Serverkonfigurationen kann Drupal bei vielen Besuchern langsamer reagieren.

Insgesamt ist Drupal eine zukunftssichere Wahl, wenn die technische Pflege und regelmäßige Updates gewährleistet sind. Die Aktualisierung auf Drupal 10 bringt zahlreiche Verbesserungen mit sich, die die Entwicklung und Verwaltung moderner Webanwendungen erleichtern. 

Ein zentrales Merkmal ist die Integration von Symfony 6, wodurch die Performance gesteigert und die Unterstützung für mehrsprachige Anwendungen verbessert wird. API Platform, basierend auf Symfony, ermöglicht die schnelle Erstellung von APIs mit Funktionen wie Datenvalidierung, Paginierung und automatischer Dokumentation. Das heißt, die Einbindung eines Datahubs wird mit der bestehenden Website möglich gemacht.

FAZIT 

Die Website pankow-weissensee-prenzlauerberg.berlin bietet eine solide Grundlage für die touristische Vermarktung des Bezirks Pankow und sollte daher weiter genutzt und strategisch ausgebaut werden. Sie bündelt zentrale Informationen zu Sehenswürdigkeiten, Veranstaltungen, kulturellen Angeboten und touristischen Erlebnissen in den Ortsteilen Pankow, Weißensee und Prenzlauer Berg. Die Struktur der Seite ermöglicht es Besuchern, sich schnell zu orientieren und gezielt Informationen zu ihren Interessen zu finden. Durch die Nutzung von Drupal als Content-Management-System ist die Plattform zudem zukunftsfähig und flexibel erweiterbar.

Aus einer Tourismusmarketing-Perspektive ergeben sich mehrere Chancen für eine intensivere Nutzung der Website. Durch eine stärkere SEO-Optimierung könnte die Reichweite weiter erhöht werden, sodass mehr potenzielle Besucher auf die Seite aufmerksam werden. Eine bessere Vernetzung mit anderen touristischen Plattformen (wie Booking, Get Your Guide) sowie eine stärkere Präsenz auf Social Media und in digitalen Stadtführern könnte zusätzliche Zielgruppen ansprechen. Zudem bietet die technische Basis von Drupal die Möglichkeit, die Website mit Datahubs oder API-Schnittstellen zu verknüpfen, um dynamische Inhalte bereitzustellen – beispielsweise aktuelle Wetterdaten, Echtzeit-Veranstaltungsinformationen oder personalisierte Empfehlungen basierend auf Nutzerinteressen.

Durch den strategischen Ausbau der Website könnte sie sich als zentraler digitaler Hub für den Tourismus in Pankow etablieren. Eine gezielte Erweiterung des digitalen Marketings, beispielsweise durch maßgeschneiderte Landingpages für verschiedene Zielgruppen wie Familien, Kulturreisende oder Naturtouristen, könnte die Attraktivität der Region weiter steigern. In Kombination mit einem modernen, datengetriebenen Ansatz könnte die Website nicht nur als Informationsplattform dienen, sondern aktiv zur Tourismusförderung und Gästegewinnung beitragen.

Besucherzahlen der Website und für was interessieren sich Nutzer aktuell

Statistik vom Februar

Vergleich mit anderen Bezirken

Ein Vergleich, wie man die Zahlen bewerten kann, ist nicht möglich, da keine Zugriffszahlen von anderen Bezirken bekannt sind. Matomo ist erst kürzlich implementiert worden. Am meisten wird die Seite über Suchmaschinen gefunden und aufgerufen.

Wer sind die Seitenbesucher

Von 10.012 Besuchen im Februar

Fazit zur Nutzung von Matomo für die Website pankow-weissensee-prenzlauerberg.berlin

Die Einführung von Matomo als Webanalyse-Tool bietet eine datenschutzfreundliche und detaillierte Möglichkeit, das Nutzerverhalten auf der Website zu erfassen und auszuwerten. Im Vergleich zu anderen Analysetools wie Google Analytics ermöglicht Matomo eine vollständige Datenkontrolle, was insbesondere für den Datenschutz nach DSGVO-Standards von Vorteil ist.

Durch Matomo können nun exakte Besucherzahlen, Nutzerquellen und Verhaltensmuster auf der Website analysiert werden. Diese Informationen sind essentiell, um gezielte Maßnahmen im Tourismusmarketing für Pankow, Weißensee und Prenzlauer Berg zu entwickeln. Besonders wertvoll ist die Möglichkeit, Ein- und Ausstiegsseiten, Verweildauer und wiederkehrende Nutzer zu erfassen, um die Nutzerführung und die Inhalte der Seite weiter zu optimieren.

Ein Nachteil ist jedoch, dass Suchbegriffe, über die Nutzer auf die Seite gelangen, momentan nicht abrufbar sind. Da Google Suchanfragen oft verschlüsselt übermittelt („not provided“), bleibt dieser Bereich eine Herausforderung. Eine mögliche Lösung wäre die Verknüpfung von Matomo mit der Google Search Console, um zumindest eine Teilübersicht über relevante Suchbegriffe zu erhalten.

=> Hat sich durch die Einbindung von google analytics erledigt.

Insgesamt bietet Matomo eine gute Grundlage für die Weiterentwicklung der Website, erfordert aber eine kontinuierliche Optimierung, insbesondere in den Bereichen SEO, Nutzerinteraktion und internationale Reichweite. Mit einer gezielten Datenanalyse und regelmäßigen Anpassungen kann die Website weiter an Attraktivität und Effektivität für Touristen und Interessierte gewinnen.

Social Media

Im Februar kamen nur 8 Besucher von Social Media, 6 von Facebook und 2 von Instagram.

Das lässt darauf schließen, dass aktuell keine Kampagnen stattfinden.

 

Facebook Insights vom TIC

Die Facebook-Daten des TIC-Accounts zeigen eine solide Basis an Followern und eine aktive Nutzergruppe, die gezielt für das Tourismusmarketing in Pankow genutzt werden kann. Mit 812 Followern besteht eine beachtliche Community, wobei der Großteil aus Berlin (504 Personen) stammt. Auch andere deutsche Städte wie Hamburg, Essen und Bernau bei Berlin sind vertreten, während auf internationaler Ebene besonders Spanien, Italien, die Schweiz und die USA als Herkunftsländer hervorstechen. Dies zeigt, dass neben lokalen Besuchern auch ein internationales Interesse an der Region besteht, was Potenzial für mehrsprachige Inhalte und gezielte Kampagnen eröffnet.

 

Demografisch betrachtet sind 59 % der Follower Frauen und 41 % Männer, wobei die größte Altersgruppe zwischen 45-54 Jahren liegt, gefolgt von 35-44 Jahren. Dies legt nahe, dass die Inhalte und Werbemaßnahmen besonders auf kultur- und erlebnistorientierte Zielgruppen mittleren Alters ausgerichtet werden sollten.

Die Seiteninteraktionen in den letzten 28 Tagen zeigen, dass die Nutzer aktiv mit den Inhalten interagieren: Es wurden 1.794 Seitenaufrufe und eine Reichweite von 1.074 Personen erreicht. Die Content-Interaktionen liegen bei 27, mit 14 Link-Klicks. Dies verdeutlicht, dass Beiträge auf Interesse stoßen, jedoch eine Optimierung der Interaktionsraten durch gezieltere Inhalte, ansprechendes Bildmaterial und aktivierende Beiträge wie Umfragen oder Gewinnspiele möglich wäre.

 

Zudem fällt auf, dass die Anzahl der neuen Follower mit 2 Zugewinnen in den letzten 28 Tagen relativ gering ausfällt. Hier könnten Social-Media-Anzeigen, Kooperationen mit Influencern oder gezielte Werbekampagnen helfen, die Community weiter auszubauen.

Zusammenfassend zeigt der TIC-Account eine gute Grundlage für das Tourismusmarketing in Pankow, mit einer starken lokalen Präsenz und internationalem Wachstumspotenzial. Eine verstärkte Fokussierung auf Engagement-Strategien könnte dabei helfen, mehr Interaktionen zu generieren und die Sichtbarkeit der Inhalte weiter zu steigern.

 

Die Facebook-Daten des Tourismusvereins zeigen eine kleinere, aber dennoch engagierte Community mit 171 Followern. Der größte Teil der Follower stammt aus Berlin (139 Personen), während weitere Einzelpersonen aus Städten wie Bonn, Königs Wusterhausen, Oberndorf am Neckar und Potsdam verzeichnet sind. Im internationalen Vergleich gibt es kaum Follower aus anderen Ländern, was darauf hinweist, dass die Seite primär eine lokale Zielgruppe anspricht. Dies könnte ein Ansatzpunkt für zukünftige Maßnahmen sein, um die internationale Sichtbarkeit des Tourismusvereins zu erhöhen.

Demografisch betrachtet ist die Geschlechterverteilung im Gegensatz zum TIC-Account umgekehrt: 57 % der Follower sind Männer, 43 % Frauen. Die stärksten Altersgruppen sind 45-54 Jahre und 55-64 Jahre, was zeigt, dass sich die Seite eher an ein älteres Publikum richtet, das sich für kulturelle, historische und entspannende Freizeitaktivitäten interessiert.

 

Die Seiteninteraktionen in den letzten 28 Tagen zeigen eine Beitragsreichweite von 137 Personen, mit insgesamt 49 Beitragsinteraktionen. Die Nutzer haben 22 Reaktionen, 7 Fotoaufrufe, 6 Link-Klicks, 3 geteilte Inhalte und 1 Kommentar hinterlassen. Diese Zahlen deuten darauf hin, dass die Inhalte von der Community wahrgenommen und geschätzt werden, allerdings könnte eine aktivere Strategie zur Steigerung der Interaktionen beitragen.

 

Die Entwicklung neuer Follower ist mit 2 neuen „Gefällt mir“-Angaben für die Seite vergleichsweise gering. Dies zeigt, dass die Reichweite aktuell nur langsam wächst. Maßnahmen wie gezielte Werbeanzeigen, interaktive Posts und Kooperationen mit lokalen Partnern oder Influencern könnten helfen, die Bekanntheit der Seite zu erhöhen und neue Follower zu gewinnen.

Zusammenfassend bietet die Facebook-Seite des Tourismusvereins eine gute Basis für die Kommunikation mit einer lokal orientierten Zielgruppe, weist jedoch Potenzial zur Steigerung der Interaktionsrate und Reichweite auf. Eine klare Content-Strategie mit verstärktem Community-Engagement, regelmäßigen Veranstaltungen oder Gewinnspielen könnte dazu beitragen, das Wachstum der Seite zu beschleunigen und mehr Touristen für den Bezirk Pankow zu begeistern.

 

Fazit zur digitalen Performance und Nutzerinteraktion

Die Auswertung der verschiedenen Plattformen zeigt, dass digitale Erlebnisse und interaktive Inhalte ein wichtiges Instrument für das Tourismusmarketing in Pankow sind. Die Facebook- und Instagram-Kanäle des TIC und des Tourismusvereins zeigen eine aktive, aber unterschiedlich zusammengesetzte Community. Während der TIC-Account mehr lokale und internationale weibliche Nutzer mittleren Alters anspricht, ist der Tourismusverein stärker männlich geprägt und lokal orientiert.

Die Instagram-Insights belegen, dass Reels das stärkste Format sind und 72 % der Aufrufe generieren. Dies zeigt, dass kurzlebige, visuelle Inhalte besonders gut performen, während klassische Beiträge kaum Beachtung finden. Eine verstärkte Reel- und Story-Strategie könnte hier das Engagement weiter steigern.

Der Einsatz von Actionbound als interaktive Tourismuslösung hat bislang 136 Nutzer erreicht, mit der höchsten Beteiligung bei der Tour „Augen auf im Schlosspark Pankow“ (58 Nutzer). Dies verdeutlicht, dass spielerische, interaktive Formate für den Tourismus attraktiv sind, jedoch eine stärkere Bewerbung nötig ist, um mehr Teilnehmende zu gewinnen.

Die Komoot-Präsenz des Tourismusvereins ist mit 40 Followern noch ausbaufähig. Da Outdoor- und Rad-Tourismus immer stärker nachgefragt wird, sollte die Plattform intensiver bespielt und mit anderen digitalen Angeboten verknüpft werden.

Die Analyse der Web- und App-Nutzung zeigt, dass die Web-Version am häufigsten genutzt wird, jedoch auch die App-Zugriffe über Android und iOS stetig vorhanden sind. Ein strategischer Fokus auf eine bessere mobile Nutzung und Verknüpfung mit bestehenden digitalen Angeboten (z. B. Google Maps, OpenStreetMap oder Tripadvisor) könnte hier die Reichweite erhöhen.

 

Optimierungspotenzial und Handlungsempfehlungen

Stärkere Nutzung von Instagram Reels & Story-Formaten, um mehr Sichtbarkeit und Engagement zu erzielen.

Mehr gezielte Werbung für Actionbound-Touren, um die Nutzerzahlen weiter zu steigern.

Verstärkte Verknüpfung mit Outdoor- und Radfahr-Plattformen (Komoot, Wikiloc, Google Maps), um den Natur- und Aktivtourismus weiter auszubauen.

Gezielte internationale Ansprache, insbesondere für Märkte mit hohem Interesse an Berlin (Spanien, Italien, USA).

Zusammenfassend bieten die vorhandenen digitalen Kanäle und Plattformen eine gute Ausgangsbasis für den Tourismus in Pankow, jedoch ist eine stärkere inhaltliche und strategische Vernetzung erforderlich, um mehr Engagement und Reichweite zu erzielen.

Weiteres Vorgehen: Touchpoints in Pankow

Es wurden insgesamt vier Touchpoints geplant und inzwischen aufgestellt. Diese befinden sich an folgenden Standorten:

  1. Tourist Information in der Kulturbrauerei
  2. motorwerk in Weißensee
  3. Schloss Schönhausen 
  4. Brotfabrik Berlin

Diese werden schrittweise weiter mit Inhalten gefüllt. Besucherstatistiken liegen derzeit noch nicht vor, da die Terminals erst installiert und mit relevanten Informationen aus bestehenden Plattformen wie Pankow-Entdecken, visitBerlin und den Nachbarbezirken verknüpft werden.

Ein wichtiger Aspekt ist, dass Pankow eigene Inhalte flexibel einspielen kann, wodurch eine lokale, kiezbezogene Informationsvermittlung ermöglicht wird. Die technische Struktur des Content-Management-Systems (CMS) ist so konzipiert, dass es weiterentwickelt und an ein zukünftiges Corporate Design angepasst werden kann, sobald eine übergeordnete Markenstrategie für den Bezirk entwickelt wurde.

Für die nächsten Schritte steht die Evaluation der Pilotphase in 2025 an, um Erkenntnisse zur Nutzerfreundlichkeit, inhaltlichen Ausspielung und Effektivität der Besucherlenkung zu gewinnen. 

Ziel ist es, eine effiziente, digitale Präsenz des Bezirks aufzubauen, die sowohl Touristen als auch lokale Akteure bestmöglich informiert und vernetzt.

Touchpoints

Im Rahmen der touristischen Strategie für Pankow wurden vier digitale Touchpoints entwickelt und installiert, um den Bezirk für Besucher und lokale Akteure attraktiv und informativ zu gestalten. Die Touchpoints befinden sich an folgenden Standorten:

 

  • Tourist Information in der Kulturbrauerei
  • Motorwerk in Weißensee
  • Schloss Schönhausen
  • Brotfabrik Berlin**  

 

Diese Terminals dienen als interaktive Informationsquellen, die schrittweise mit Inhalten gefüllt werden. Dabei werden relevante Informationen aus Plattformen wie Pankow-Entdecken, visitBerlin und den Nachbarbezirken eingebunden und miteinander verknüpft.

 

Flexibilität und technische Infrastruktur

Ein zentraler Vorteil der Touchpoints besteht in ihrer technischen Flexibilität. Das verwendete Content-Management-System (CMS) erlaubt es, lokale und kiezspezifische Inhalte gezielt einzuspielen. Dadurch können aktuelle Veranstaltungen, Gastronomietipps und kulturelle Angebote effektiv kommuniziert werden. Zusätzlich ist das CMS zukunftsfähig, da es an ein zukünftiges Corporate Design des Bezirks angepasst werden kann, sobald eine übergeordnete Markenstrategie entwickelt wurde.

 

Geplante Evaluationsmaßnahmen

Für 2025 ist eine umfangreiche Evaluation der Pilotphase vorgesehen. Dabei sollen insbesondere folgende Aspekte geprüft werden:

– Nutzerfreundlichkeit: Wie intuitiv und zugänglich sind die Touchpoints?  

– Inhaltliche Ausspielung: Sind die bereitgestellten Informationen aktuell, umfassend und auf die Bedürfnisse der Zielgruppen zugeschnitten?  

– Effektivität der Besucherlenkung: Wie erfolgreich sind die Touchpoints in der Steuerung und Verteilung von Besucherströmen im Bezirk?

 

Die Evaluationsergebnisse werden die Grundlage für eine Optimierung der Inhalte, Funktionen und technischen Infrastruktur der Touchpoints bilden.

 

Ziele und Perspektiven

Das übergeordnete Ziel der Touchpoints ist es, eine effiziente digitale Präsenz für Pankow aufzubauen. Sie sollen als zentrale Plattform dienen, um:

– Touristen vor Ort mit gezielten Informationen zu versorgen,  

– die Wahrnehmung des Bezirks als vielseitige Destination zu stärken und  

– lokale Akteure, wie kulturelle Einrichtungen oder Gastronomiebetriebe, besser vernetzen.

 

Um den langfristigen Erfolg zu sichern, könnten folgende Maßnahmen ergänzt werden:

  1. Integration eines Feedback-Systems: Besucher können direkt an den Touchpoints Verbesserungsvorschläge und Anregungen abgeben.  
  2. Langfristige Nutzungsstrategie: Die Touchpoints könnten mit zusätzlichen Funktionen, wie interaktiven Karten oder personalisierten Empfehlungen, erweitert werden.  
  3. Gezielte Kommunikationskampagnen: Eine verstärkte Bewerbung der Touchpoints über digitale und analoge Kanäle könnte ihre Nutzung steigern.  

 

Wichtige offene Fragen müssen vom TIC geklärt werden

Einige Aspekte sollten in Zukunft näher untersucht werden:

– Besucherstatistiken: Die regelmäßige Erhebung von Nutzungszahlen wird entscheidend sein, um die Reichweite der Touchpoints zu analysieren.  

– Bettenstruktur im Bezirk: Eine Übersicht der vorhandenen Unterkunftskapazitäten (Hotels, Hostels, Airbnb) wäre hilfreich, um Touristenströme besser zu verstehen und gezielt zu lenken.  

Schlüsse aus der DWIF Studie

Die dwif-Studie zum Wirtschaftsfaktor Tourismus für Berlin-Pankow 2022 verdeutlicht die immense wirtschaftliche Bedeutung des Tourismus für den Bezirk. Mit 1,389 Millionen Übernachtungen in Beherbergungsbetrieben, 2,23 Millionen Übernachtungen bei Verwandten und Bekannten sowie 14 Millionen Tagesreisen generierte der Tourismus im Jahr 2022 einen Bruttoumsatz von 780,5 Millionen Euro. Diese Umsätze verteilen sich auf verschiedene Sektoren:

Gastgewerbe: 345,3 Millionen Euro
Einzelhandel: 256,9 Millionen Euro
Dienstleistungen: 178,3 Millionen Euro

Insgesamt resultierte daraus ein touristischer Einkommensbeitrag von 367,2 Millionen Euro, was dem Äquivalent von rund 13.910 Personen mit einem durchschnittlichen Primäreinkommen entspricht.

Diese Zahlen unterstreichen die Notwendigkeit einer starken Dachmarke für Pankow, um die vielfältigen touristischen Angebote unter einem einheitlichen Erscheinungsbild zu präsentieren. Durch die Etablierung einer Dachmarke kann Pankow seine Position als attraktives Reiseziel für alle Touristen festigen und die wirtschaftlichen Vorteile des Tourismus weiter ausbauen

Tourismuskonzept 2018+ als Grundlage für die Dachmarke Pankow

Das Tourismuskonzept 2018+ für Pankow unterstützt die Entwicklung einer Dachmarke, da es auf eine klare Positionierung, nachhaltige Besucherlenkung und einheitliche Kommunikation abzielt. Die Hauptziele des Konzepts – Profilierung des Bezirks, nachhaltiger Tourismus und Qualitätsorientierung – lassen sich durch eine Dachmarke besser umsetzen und langfristig etablieren.

Ein zentrales Problem, das das Konzept anspricht, ist die fehlende übergeordnete Wahrnehmung des Bezirks. Obwohl Pankow zahlreiche touristische Highlights bietet – von der kreativen Szene in Prenzlauer Berg über die Natur- und Erholungsgebiete in Weißensee bis hin zu den historischen Stätten in Pankow – fehlt eine gemeinsame Identität, die alle Ortsteile verbindet. Eine Dachmarke könnte genau dieses Defizit beheben, indem sie eine einheitliche Außendarstellung schafft, die sowohl für Touristen als auch für wirtschaftliche Akteure nutzbar ist. [Das Grundproblem bleibt das überlagernde touristisch schwächere Ortsteil-Pankow-Image, weshalb die wirtschaftlichen Akteure den Namen des Verwaltungsbezirks in ihrer Außenkommunikation weitgehend ignorieren. Die Konsequenz sollte zunächst die touristische Stärkung des Ortsteils Pankow sein]

Wie das Konzept 2018+ eine Dachmarke unterstützt:

 

  1. Profilierung des Bezirks:
    • Das Konzept fordert eine stärkere kommunikative Klammer für alle touristischen Angebote. Eine Dachmarke könnte diesen Rahmen bieten und alle Akteure unter einer gemeinsamen Strategie vereinen.
  1. Nachhaltige Besucherlenkung:
  • Das Konzept setzt sich für eine bessere Verteilung der Touristen im gesamten Bezirk ein, um stark frequentierte Orte zu entlasten und weniger bekannte Stadtteile aufzuwerten. Eine Dachmarke könnte dies durch gezieltes Marketing und klare Angebotsbündelungen steuern.
  1. Qualitätsorientierung & Serviceverbesserung:
  • Einheitliche Standards und eine klare Markenkommunikation sorgen für eine professionellere Präsentation von touristischen Dienstleistungen.
  1. Kooperation & Vernetzung:
  • Das Konzept betont die Zusammenarbeit mit lokalen Akteuren und Nachbarbezirken. Eine Dachmarke würde diese Partnerschaften unter einer gemeinsamen Identität bündeln und besser koordinieren.

FAZIT

Das Tourismuskonzept 2018+ liefert die inhaltliche Basis für eine Dachmarke, indem es die Notwendigkeit einer klaren Positionierung, einer einheitlichen Kommunikation und einer nachhaltigen Besucherlenkung betont. Eine Dachmarke für Pankow wäre somit nicht nur ein Marketinginstrument, sondern ein wesentliches strategisches Werkzeug, um die im Konzept formulierten Ziele langfristig und effektiv umzusetzen.

Printmedien

Die Print- und Online-Medienlandschaft in Pankow lässt sich in verschiedene Cluster unterteilen, die unterschiedliche Zielgruppen und touristische Schwerpunkte bedienen. Institutionelle Publikationen wie die Imagebroschüre Pankow Entdecken oder die Bezirksbroschüren des Aperçu Verlags richten sich primär an Besucherinnen und potenzielle Neubürgerinnen, indem sie einen Überblick über Sehenswürdigkeiten, Kulturangebote und die Vielfalt des Bezirks geben. Hier sind das Bezirksamt und lokale Tourismusakteure gefragt, diese Medien gezielt für Standortmarketing und Besucherinformation einzusetzen. Stadtteilmagazine wie Mein Viertel und Pankow Erleben sind stärker im Kiez verankert und sprechen sowohl Bewohner*innen als auch interessierte Gäste an, die abseits der bekannten Touristenpfade den Bezirk erkunden möchten. Besonders für lokale Gewerbetreibende und Kulturinstitutionen bieten sie eine Plattform, um ihre Angebote sichtbar zu machen. Geschichtliche und kulturelle Publikationen, wie die Mitteilungshefte des Freundeskreises der Chronik Pankow oder die Veröffentlichungen des Kulturring Berlin, tragen zur historischen und kulturellen Identitätsbildung bei und sprechen vorrangig ein älteres, geschichtsinteressiertes Publikum an. Diese Medien sind insbesondere für Kulturträger, Museen und Bildungseinrichtungen relevant, um geschichtliche Tourismusangebote wie thematische Stadtführungen oder Sonderausstellungen zu bewerben. Schließlich gibt es spezialisierte Angebote, wie die ehemalige Publikation von QVNa mit seniorengerechten Touren oder die Pankower Chronik, die vor allem online historische Inhalte bereitstellt. Diese Zielgruppen sollten in Kooperation mit Senioreneinrichtungen, Geschichtsvereinen und Stadtteilinitiativen stärker eingebunden werden, um die Vielfalt des Pankower Tourismus noch breiter aufzustellen.

FAZIT Strategische Bündelung und nachhaltige Nutzung von Printmedien im Pankow-Tourismus

Um die touristische Kommunikation in Pankow wirtschaftlich effizient und zielgerichtet zu gestalten, ist eine gezielte Bündelung und Vernetzung der bestehenden Publikationen notwendig. Statt vieler einzelner Printprodukte mit begrenzter Reichweite sollten Synergien zwischen den bestehenden Akteuren besser genutzt werden. Dies kann durch gemeinsame thematische Publikationen, Kooperationen bei der Distribution oder die Integration digitaler Ergänzungen geschehen.

Drucksachen haben auch heute noch einen Wert, insbesondere für Zielgruppen wie ältere Menschen, Kulturtouristen oder lokal verankerte Akteure. Doch ihre Produktion muss wirtschaftlich tragfähig bleiben. Eine sinnvolle Lösung könnte in einer Hybridstrategie liegen: Print als hochwertiges, gezielt eingesetztes Medium für spezifische Zielgruppen und digitale Formate für aktuelle Inhalte und Interaktion. Stadtteilmagazine oder Chroniken könnten beispielsweise über ein zentrales digitales Tourismusportal ergänzt werden, auf dem sich Inhalte regelmäßig aktualisieren lassen.

Für eine nachhaltige Finanzierung bietet sich zudem eine stärkere Vernetzung mit lokalen Gewerbetreibenden und Kulturakteuren an, die als Anzeigenpartner oder Sponsoren eingebunden werden können. Auch eine gemeinsame Vertriebsstrategie, z. B. über Tourismus- und Kulturhotspots, Gastronomie und Hotels, könnte helfen, die Reichweite und Effektivität von Printmaterialien zu erhöhen.

Letztendlich geht es darum, Tourismuskommunikation in Pankow ganzheitlich zu denken, um wirtschaftlich tragfähige Lösungen zu schaffen. Printmedien bleiben ein wichtiges Werkzeug – aber nur in Verbindung mit digitalen Kanälen, klaren Zielgruppenstrategien und einer engen Zusammenarbeit zwischen den Herausgebern können sie auch langfristig erfolgreich bleiben.

Ressourcen

Bezirksamt

Personenanzahl für Tourismus
Einnahmen
regelm. Ausgaben (auch Personal)
Ausgaben für neue geplante Projekte

Wirtschaftsförderung

Personenanzahl für Tourismus
Einnahmen
Ausgaben (auch Personal)
Ausgaben für welche geplanten Projekte

Tourismusverein

Personenanzahl für Tourismus: 

3 aktive ehrenamtliche Vorstandsmitglieder plus 30 Mitglieder, die mehr oder weniger aktiv bei verschiedenen Themen sind.

Einnahmen:
60.000€ Dienstleistungsvertrag fest 

70.000-100.000€ Citytaxmittel p.a. (variabel) 

  1. 6.000€ Mitgliederbeiträge
    34.050 => Lohn aus SGE Projekt für eine TZ Angestellte bis November 2025

Ausgaben (auch Personal)

Ausgaben für welche geplanten Projekte (2025)

15000 Nachhaltigkeit Pankow

30.000€ virtueller Rundgang mit Fotos damals/heute (Harald Hauswald) Bilder aus 80ern
(als App Berlin History)

25.000€ Markenentwicklung / Logoentwicklung – erste Schritte 2025

Tic

Personenanzahl für Tourismus: 

3 TZ Angestellte plus 5 MAE Kräfte (Einsatz: zwischen 6 Monate und 3 Jahren Beschäftigung)

Einnahmen: 

  1. 7000€ durch Leistungen für die Werbegemeinschaft Kulturbrauerei 
    ca. 8500€ Umsätze aus Verkäufen

    Ausgaben (auch Personal)
    Ausgaben für welche geplanten Projekte

Wichtig für Fazit über die aktuellen Möglichkeiten und eine Priorisierung

Fazit & Priorisierung

Fazit & Priorisierung

  1. Personelle Ressourcen sind begrenzt, insbesondere bei TIC und Tourismusverein – viele Aufgaben hängen von wenigen Personen ab, teils ehrenamtlich. Die SGE-Stelle endet Ende 2025, was mittelfristig ein Problem werden kann.

  2. Finanziell besteht Grundausstattung, aber:

    • City Tax Mittel sind variabel und damit unsicher.

    • Einnahmen über Dienstleistungen und Verkäufe sind relativ gering.

    • Projektkosten (z. B. 30.000 € für virtuellen Rundgang) beanspruchen einen großen Teil des Budgets.

  3. Empfohlene Priorisierung für 2025:

    • Nachhaltigkeit stärken (Kriterium für viele Fördermittel, wichtig für Image).

    • Markenentwicklung vorantreiben, um Pankow touristisch zu profilieren.

    • Digitale Angebote (App / Rundgang) gezielt auf externe Fördermittel prüfen (Stiftung, LSK, Lotto).

  4. Empfehlung:

    • Frühzeitige Klärung, wie die SGE-Stelle ab Nov. 2025 ersetzt/verlängert werden kann.

    • Gemeinsame Koordination mit dem Bezirksamt bzgl. Wirtschaftsförderung und Sichtbarkeit.